Das Rauchen einer Zigarre ist ein Genuss. Und das beginnt bereits mit der Idee an sich. Wenn man die Zigarre in die Hand nimmt, werden alle Sinne angeregt. Wenn man die Zigarre locker zwischen den Fingern rollt, spürt man die Geschmeidigkeit und Struktur. Und dann …
Zigarrenbinden
Lassen Sie die Binde immer an der Zigarre, bis diese zu Ende geraucht ist. Dieses Band ist nämlich häufig mit etwas Leim befestigt. Wenn man es entfernt, kann dies die Zigarre beschädigen. Warten Sie lieber, bis die Wärme der Zigarre – während des Rauchens – den Leim gelöst hat.
Die Verellen NV hat im Laufe der Jahre eine Reihe von Zigarren mit Zigarrenbinden auf den Markt gebracht.
Schneiden
Bei Premiumzigarren muss eine Öffnung im Kopf angebracht werden. Machen Sie dies mit Umsicht und Respekt für die verfeinerte Manier, in der der Hut angebracht wurde. Dadurch verbessert sich der Zug der Zigarre. Verwenden Sie eine ‚Lubmolen’ für einen geraden Schnitt, einen ‚Fischkopf’ für einen V-förmigen Schnitt, einen Pfriem für eine Öffnung in der Mitte des Kopfs, einen Bohrer, eine Zigarrenschere, einen Zigarrenschneider …. Vermeiden Sie einen fransigen Schnitt.
Auch die Abmessung des Schnitts ist wichtig. Er beeinflusst nämlich den Geschmack, das Ziehen und die Rauchdauer. Der ideale Schnitt ist etwas kleiner als der Durchmesser der Zigarre.
Anzünden
Die Art und Weise, in der eine Zigarre angezündet wird, beeinflusst den Geschmack und die Art, wie die Zigarre brennt. Eine zu schnell oder falsch angezündete Zigarre kann das Rauchvergnügen verderben…
Verwenden Sie vorzugsweise ein Gasfeuerzeug. Warten Sie bei Streichhölzern, bis der Schwefeldampf verschwunden ist. Erwärmen Sie erst das Brandende, indem Sie eine kleine Flamme ungefähr einen Zentimeter unter die Zigarre halten, während Sie diese langsam drehen.
Führen Sie die Zigarre zum Mund und halten Sie sie horizontal, etwas schräg nach unten. Halten Sie das Brandende in einem kleinen Abstand zur Flamme. Geben Sie dieses niemals in die Flamme (verbrannter Geschmack!). Drehen Sie die Zigarre daraufhin langsam und nehmen Sie stets kleine Züge. Drehen Sie dann die Zigarre um, blasen Sie sanft in das glühende Brandende und kontrollieren Sie, ob die Zigarre gleichmäßig brennt. Wenn die Zigarre gut angezündet ist, ist der erste Zug am vollstem im Geschmack, und verleiht die größte Befriedigung.
Manchmal kann eine Zigarre auf halbem Wege ausgehen. Klopfen Sie dann die Asche ab, und kontrollieren Sie, ob das Feuer wirklich ausgegangen ist. Blasen Sie vorsichtig auf die Zigarre. Erwärmen Sie – wenn kein Rauch mehr herauskommt – zuerst das Ende und drehen Sie es über der Flamme, um den Teer zu lösen. Zünden Sie dann die Zigarre erneut an.
Rauchen
Zigarren rauchen kann am besten als ‚am Geschmack von Rauch nippen’, als Verkosten, charakterisiert werden: Mit Geduld und nicht all zu großen Zügen. Ziehen Sie regelmäßig, aber nicht zu oft, sanft und langsam an der Zigarre. Lassen Sie den Rauch dann kurz im Mund ruhen, damit alle Geschmackseindrücke wahrgenommen werden können. Lassen Sie den Rauch dann langsam entweichen, in kleinen Wölkchen. Und genießen Sie!
Der Geschmack der Zigarre wird sich allmählich verändern, je weiter sie zu Ende geraucht wird. Auch die Rauchentwicklung wird zunehmen. Ungeachtet ihrer Qualität haben die meisten Zigarren nach ungefähr zwei Drittel ihre beste Zeit gehabt. Wenn der Geschmack bitter wird, wird dies einen schlechten Geschmack im Mund und folglich in der Raumluft hinterlassen.
Asche abklopfen
Eine Qualitätszigarre, die gut raucht, hinterlässt einen langen und festen Aschenkegel. Wenn der Kegel zu lange wird, kann die Asche abgeklopft werden. Erwärmen Sie das Brandende mit einem langen Zug etwas mehr und klopfen Sie daraufhin mit der Zigarre kurz in den Aschenbecher.
Ausdämpfen
Lassen Sie Zigarre von selbst ausgehen. Ausdrücken gibt den Tabak frei und kann unangenehme Gerüche verbreiten. Eine zu Ende gerauchte, kalte Zigarre hat einen Geruch, der selbst nicht mehr als ‚Aroma’ bezeichnet werden kann. Werfen Sie diese möglichst rasch weg.
Zigarrenbinden
Vermutlich sind Zigarrenbinden entstanden, um die Zigarre gegen fette Finger zu schützen. Menschen aßen früher nämlich mit ihren Fingern. Die Binde (manchmal auch ‘Ring’ genannt) diente dazu, um das Deckblatt während des Rauchens zu schützen, jedenfalls in Europa. In Amerika gab diese Binde an, bis wie weit eine Zigarre geraucht werden kann, um ihren guten Geschmack zu erhalten.
Die ersten Zigarrenbinden waren einfache, leere Papierblätter. Später erschienen Firmenlogos und Artenbezeichnungen darauf. Erst rund 1890 wurde die Zigarrenbinde zur Dekoration und als Bestandteil der Verpackung verwendet. Manchmal wurden die Ringe sogar mit Blattgold bedruckt …
Aufgrund ihrer häufig prächtigen Ausführungen wurden Zigarrenbinden rasch zum Sammelobjekt.